Textile Bodenbeläge, wie Teppichböden, verfügen über zahlreiche positive Eigenschaften. Doch gerade in Objekten führen tägliche Fußtritte, Bürostuhlrollen oder Straßenschmutz zu einer hohen Belastung. Wir zeigen, mit welcher Reinigung und Pflege die Böden möglichst lange halten.

In diesem Beitrag erklärt unsere Expertin unter anderem:

  • wie man Trittspuren und Flecken auf Teppichböden richtig behandelt
  • welche Reinigungsverfahren es für Teppichböden gibt
  • und was Sie tun können, um Schäden am Teppich zu vermeiden

Zahlreiche positive Eigenschaften, wie Raumschalldämmung oder Staubbindekraft, sprechen für eine hohe Verbreitung textiler Bodenbeläge im Objekt, wo sie ihren Dienst über viele Jahre – teilweise bis zu 20 Jahre – verrichten. Dabei werden sie täglich hochbeansprucht und müssen Fußtritten, Bürostuhlrollen, Straßenschmutz und Flecken jeder Art widerstehen, was zu Lasten des Erscheinungsbilds geht. Dieses lässt sich nur durch regelmäßige und fachgerechte Pflege erhalten beziehungsweise wiederherstellen.

Hierfür ist aber nicht nur das Fachwissen eines Gebäudereinigers gefordert. Auch die Hersteller der Bodenbeläge und die Produzenten der Reinigungsmittel sind an dieser Aufgabe beteiligt. So muss ein Teppichboden für das Objekt derart robust gefertigt sein, dass er die hohen Gebrauchs- und Reinigungsbelastungen schadlos übersteht und sich von ihnen bei einer Reinigung erholt. Die Chemie wiederum muss auf die Textilien abgestimmt sein und soll Flecken und Schmutz in Verbindung mit dem gewählten Reinigungsverfahren optimal entfernen. 

Regelmäßiges Saugen notwendig

In einem textilen Belag bilden sich zwischen den Florgarnen regelrechte Schmutzschichten, erklärt Anker Teppichboden aus Düren. Je seltener der Belag gesaugt werde, desto mehr Schmutzlagen bauen sich im Lauf der Nutzungszeit auf, denn ein Staubsauger trägt den eingelagerten Staub und Dreck nicht im Ganzen, sondern Schicht um Schicht ab. Hier hilft nur regelmäßiges, langsames Saugen mit einer Bürstsaugmaschine.

Allerdings können die Geräte auch keine Wunder vollbringen. So sind sehr feine Schmutzpartikel umso schwieriger entfernbar, je länger sie sich in den Flor einnisten können. In teuren Wollteppichen führen sie außerdem zu einem Abbinden der schützenden Wollfettschicht, weshalb die Beläge allmählich stumpf und matt werden. Aus diesen Gründen sollten Teppichböden auch in wenig genutzten Räumen ganz regelmäßig gesaugt werden.

Sollte sich in einem Teppich nun bereits eine richtige Staubschicht aufgebaut haben, weil der Gebäudebetreiber an Reinigungskosten sparen will, kann es zu Laufstraßen kommen. Bleiben die Reinigungsintervalle weiterhin zu lang, ist der Flor irgendwann gesättigt und Schmutz wird durch Benutzung auf saubere Teile übertragen (Stempelkisseneffekt). 

Einrichtung von Sauberlaufzonen sinnvoll

Unter einer mangelnden Pflege leidet aber nicht nur die Optik, sondern auch die Haltbarkeit des Teppichs. Abrasive Partikel wie Sand oder durch Umbaumaßnahmen eingetragener Zementstaub et cetera reiben die Fasern und damit die Teppichoberfläche richtiggehend auf. In der Folge verschlechtert sich das Reinigungs- und das Anschmutzungsverhalten steigt massiv.

Um den Schmutzeintrag in ein Gebäude zu begrenzen, empfehlen Teppichhersteller daher die Einrichtung von Sauberlaufzonen. Sie sollten im Außenbereich den Grobschmutz von den Schuhen abbürsten, im Eingangsbereich den unter den Schuhsohlen verbliebenen Feinschmutz entfernen und im Gebäudeinneren Feuchtigkeit und Restschmutz aufnehmen.