Das Prinzip der Nachhaltigkeit ruht auf drei Säulen: Ökologische, soziale und ökonomische Aspekte sind gleichberechtigt zu berücksichtigen, um zukunftsfähig zu wirtschaften. Möchten Betreiber von Waschräumen effizienter und nachhaltiger agieren, optimieren sie die Ausstattung und die eingesetzten Materialien. Die Partner der Wahl sollten dabei Lieferanten und Dienst­leister sein, die ebenfalls nachweislich ökologische und soziale Normen beachten.

Gebäudereinigung München Hausmeisterservice Personaldienstleistungen Sanitär - Nachhaltigkeit im Sanitärbereich

Immer mehr Betreiber von Waschräumen verstehen es als ihren Auftrag, im Einklang mit Umwelt und Gesellschaft zu wirtschaften. Denn die Nachhaltigkeit im Waschraum trägt sowohl zur Wirtschaftlichkeit wie auch zu einem guten Image bei. Gerade in Immobilien, die im Sinne eines „Green Building“ geplant und bewirtschaftet werden, muss auch der Waschraum in das Konzept passen. Zukunftsweisende Reinigungsmethoden und Pflegeprodukte schonen die Gesundheit und helfen, das ökologische Gleichgewicht zu wahren. Im Zentrum stehen die Verwendung sparsamer und umweltschonender Seifen, der verminderte Einsatz chemischer Substanzen, die Reduzierung des Wasser- und Energieverbrauchs, die Etablierung intelligenter Lösungen zur Abfallvermeidung und -verwertung sowie zur Mülltrennung und die Implementierung nachhaltiger Strukturen in der Logistik und Arbeitsorganisation.
Für Talar Arzuyan-Kadoglou, Unternehmenssprecherin der CWS-boco Gruppe, gehen Nachhaltigkeit und der textile Mietservice Hand in Hand: „Wir zeigen, wie man im Textilservice qualitätsbewusst, nachhaltig und effizient wirtschaften kann.“ Das Unternehmen bietet Hygienelösungen im Mietservice für Betriebe jeder Größe an. Und man ist stolz darauf, lange bevor eine Dokumenta­tion der Corporate-Responsibility-Aktivitäten für bestimmte Unternehmen zur Pflicht wurde, jährlich einen Nachhaltigkeitsbericht herausgebracht zu haben. Das Mehrwegprinzip des Mietservicegeschäftsmodells setzt dabei auf den langfristigen Einsatz der Produkte, die abgeholt, aufbereitet und wieder angeliefert werden.
Studien bestätigen gute Ökobilanz
Für die Nachhaltigkeit eines Waschraums spielt die Wahl der eingesetzten Handtrocknungssysteme eine wichtige Rolle. Betreiber können hier aktiven Umweltschutz betreiben. Eine aktuelle wissenschaftliche Untersuchung im Auftrag des Wirtschaftsverbandes Textil Service e.V. (Wirtex) und des Europäischen Verbandes der Textilservicebetriebe (ETSA) kommt zu folgenden Ergebnissen: Durch den Griff zur Stoffhandtuchrolle statt zu Papierhandtüchern werden 95 Prozent weniger Abfall produziert, 48 Prozent weniger Energie verbraucht und 29 Prozent weniger Treibhausgasemissionen verursacht. Die im November 2016 veröffentlichte Studie untersucht die Öko­bilanz von Stoffhandtuchrollen, Frischfaser- und Recyclingpapier und bezieht Rohstoffanbau, Produktion, Nutzung und Wiederaufbereitung sowie Recycling der drei Handtrocknungsmaterialien mit ein.
Bis zu 11.000 Händepaare trockne eine Stoffhandtuchrolle in ihrem Leben und verursacht währenddessen keinen Abfall. Das spart Entsorgungsaufwand. Eine Rolle werde rund 100-mal gewaschen und ersetze dabei dank des Mehrwegprinzips etwa 22.000 Papierhandtücher. Kann eine Rolle nicht mehr verwendet werden, geht der Stoff dem Recycling zu und wird zu Reinigungstüchern und Wischmopps verarbeitet. Papierhandtücher müssen aus hygienischen Gründen über den Restmüll entsorgt werden. Stoffhandtuchrollen bestehen aus hautschonender Baumwolle und sollten den Öko-Tex Standard 100 erfüllen. Das Gütesiegel „Blauer Engel“ zeichnet die Nachhaltigkeit von Stoffhandtuchspendern aus, da sie abfallvermindernd sind.
Schaumseife oder Cremeseife?
Auch die Wahl der richtigen Seife schont Umwelt und Geldbeutel. Schaumseifen können sehr sparsam verwendet werden und sind entsprechend ergiebig. Seifenschaumspender reduzieren den Seifenverbrauch um bis zu 50 Prozent gegenüber herkömmlichen Cremeseifen. Zudem schonen Seifenkonzentrate durch den Einsatz biologisch abbaubarer Inhaltsstoffe Haut und Umwelt.
Ein weiteres Plus für die Umwelt sind treibgasfreie Duftsysteme. Sie tragen den Duft über ein Verdunstungssystem sanft in den Raum und kommen ohne Aerosol aus.
Das Prinzip der Wiederverwertung gilt schon lange nicht mehr nur für Plastikverpackungen verschiedenster Produkte. Auch Waschraumspendern wird auf diese Weise zu einem zweiten Leben verholfen. CWS-boco beispielsweise bereitet defekte Waschraumspender im eigenen Upcyclingcenter wieder auf. Dabei wird zunächst jeder Spender eingehend geprüft und defekte Teile werden anschließend ersetzt. Ist eine Aufbereitung nicht mehr möglich, werden die Kunststoffkorpusse zu Granulat verarbeitet und bilden das Ausgangsmaterial für neue Spender.
Innovative Wäschereien
Im Vergleich zur Haushaltswäsche verbrauchen Industriewäschereien deutlich weniger Wasser, Waschmittel und Primärenergie. Eine optimale Auslastung der Maschinen sowie die exakte Einstellung der Waschprogramme schonen Ressourcen. CWS-boco hat seine neuesten Wäschereien in Deutschland, den Niederlanden, Polen und Kroatien nach einem Konzept errichtet, das auf viele kleine Waschschleudermaschinen anstelle eines großen Waschtunnels setzt. So können die Maschinen in den verschiedenen Programmen besser ausgelastet werden und effizienter laufen
Die Wasseraufbereitung und -wiederverwendung gehören ebenso zu einer ressourcenschonenden Wäscherei. Das Waschwasser wird nach der Nutzung aufbereitet und für die Vorwäsche von Schmutzfangmatten wiederverwendet. 51 Prozent des Stromverbrauchs resultieren bei dem Waschraumspezialisten aus erneuerbaren Energien. Die Landesgesellschaften in Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden sind dabei Vorreiter.
Betreiber von Waschräumen haben viele Möglichkeiten, für mehr Nachhaltigkeit zu sorgen. Dabei sollten sie nicht zuletzt darauf achten, mit Lieferanten zusammenzuarbeiten, die nachhaltig agieren und dies auch detailliert belegen können.